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Humor. Die unterschätzte Superkraft
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Willkommen im Jahr 2026! Ein weiteres Jahr, in dem die Künstliche Intelligenz nicht nur unsere Bilderwelt entscheidend verändern wird.
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Bei allen Chancen und Risiken. Humor ist immer ein guter Begleiter.
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Ausgabe 5 / Humor. Die unterschätzte Superkraft
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Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages
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Zitat Julia Schiedermaier
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Juli 2022. Inmitten der ersten großen Krise dieses Jahrzehnts durfte ich Julia Schiedermaier porträtieren. Draußen, im bayrischen Outback.
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Land. Sonne, Wind und eine gute Zeit in schwierigen Zeiten.
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Julia, die nur knapp eine schwere Sepsis überlebte, hilft heute Menschen, die nach einer schweren Zeit neu ins Leben starten. Überflüssig zu erwähnen, dass Humor auch hier eine wichtige Rolle spielt.
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Humor. Die unterschätzte Superkraft
Humor ist wichtig. Überlebenswichtig sogar. Evolutionsbedingt verbinden wir Humor mit der Fähigkeit, schwierige Situationen kreativ und ideenreich zu meistern. Das heißt natürlich nicht, dass der Säbelzahntiger nach einem guten Witz vor Lachen tot umgefallen ist. Das wäre wohl auch zu einfach gewesen.
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Fragen wir Menschen in Beziehungen, welche Eigenschaft ihnen am anderen am wichtigsten ist, liegt Humor nicht selten an erster Stelle.
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Der Evolutionspsychologe Geoffrey Miller spricht vom Humor als "Fitness-Indikator". Wer spontan witzig ist, demonstriert damit Intelligenz, Kreativität, schnelles Denken und soziale Kompetenz. Alles Eigenschaften, die auf "gute Gene" und Ressourcenpotential hindeuten könnten. So Miller.
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KI kann keine Pointen
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Pointen bestechen vor allem dann, wenn sie spontan entstehen und nicht als bereits bekannte Pointen vorgetragen werden. Situationskomik nennen wir das auch.
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In der Podcast-Reihe Schreiben und Schreddern unterhält sich Marc-Uwe Kling mit Till Reiners über Stand-up-Comedy. Wie viel entsteht spontan und überraschend, direkt auf der Bühne? Laut Till Reiners können ChatGPT und Co. keine wirklich überraschenden Pointen. Das ließ mich aufhorchen und ich stellte gleich mal Claude.ai auf die Probe.
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„Du bist jetzt Stand-up-Comedian. Erzähle eine lustige Geschichte mit einen Steinzeitmenschen und einem Säbelzahntiger.“
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Claudes Joke war eher so mittel. Keine Gefahr für Till Reiners. Sieht so aus, als hätten wir hier noch einen kleinen Vorsprung.
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Die drei Fotos oben: Nano Banana
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/ Eine Fotostrecke von und mit Dir. Zu welchem Zweck auch immer. Komplett KI generiert. Würdest Du die einem Shooting mit einer Fotografin oder einem Fotografen vorziehen? /
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Diese Frage stellte ich vergangenen Dezember auf LinkedIn und Facebook, nachdem ich zum ersten Mal ein solches Angebot dort gelesen hatte. LinkedIn brachte 15% Ja-Stimmen, Facebook 8%. Sicher, gemessen an meiner Reichweite nicht repräsentativ, aber ich bin trotzdem schon gespannt, wie die Antworten Ende dieses Jahres aussehen werden.
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Bildschaffende werden zu Kuratierenden
KI macht uns Bildbearbeiter, ich zähle uns Bildschaffende einfach mal dazu, zum Kurator visueller Welten. So eine Einschätzung im DOCMA Magazin
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Ich weiß noch nicht sicher, ob ich hier Trost brauche. Ich freue mich eher auf die Chance, das Erlebnis des gemeinsamen Tuns, also das zusammen Bilder machen, mit anderen Menschen, offline, noch bewusster zu erleben. Und ich freue mich auf die neuen Aufgaben, die die KI in diesem Zusammenhang mit sich bringt.
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Realitätsbruch?
Auf LinkedIn nannte es vor kurzem jemand einen „Realitätsbruch", wenn Meta mit seiner neuen Software Vibes einen Feed aus rein KI-generierten Videos baut. Je perfekter Inhalte werden, desto wichtiger wird Urteilskraft und Haltung, wurde geschlussfolgert. Wie sollen wir noch unterscheiden, was echt ist, wenn immer mehr von dem, was wir sehen, möglicherweise nie passiert ist? So wurde des Weiteren gefragt.
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Den Realitätsbruch sehe ich schon viel früher. Manipulierte Bilder gibt es seit Anbeginn der Bildinformation. Retusche in der Dunkelkammer, Montagen in Photoshop, Fake-Hintergründe, Fake-Interviews, die manipulative Wahl eines Bildausschnitts in Videoreportagen. ...
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Echt oder nicht?
Ich glaube, nur der Kontext kann uns das heute noch beantworten. Die richtigen Fragen helfen: Kann das so passiert sein? Ist das plausibel? Gibt es ähnliches Material aus vergleichbaren Quellen? Insider fragen, Muster abgleichen, prüfen, einordnen. Genau das tut auch zeitgenössische KI. Der Unterschied: Wir entscheiden, warum wir prüfen. Und wofür.
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Noch bis zum 28. Februar 2026:
Fotografiert von Christine de Grancy
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Bis zum nächsten Mal
Ausgabe 6, Februar 2026 — I never met Napoleon: Von der Trauer über den verpassten Moment und das Loslassen. — Joyeux 200ᵉ anniversaire, chère photographie adorée: Die Fotografie wird 200 Jahre alt. — FOTOMENSCHEN, mein Lieblingspodcast über Fotografinnen und Fotografen.
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Ich freue mich über Dein Feedback. Schreib mir gerne oder ruf mich gerne an. Vielen Dank für Dein Interesse.
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PS: Die Fotomenschen versprach ich ja für diese Folge bereits — Sorry!
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