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Stolz und Kränkung
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Liebe Leserin, lieber Leser. Wenn Du dies liest, hast Du meinen heute zum ersten Mal erscheinenden Newsletter abonniert. Ich freu mich sehr. Vielen Dank für Dein Interesse.
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In dieser Ausgabe geht es vorrangig um die Auseinandersetzung mit einem der Themen unserer Zeit, der Künstlichen Intelligenz. Im speziellen um die bildgebende KI und wie wir Fotografinnen und Fotografen darauf reagieren oder damit umgehen.
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Ausgabe 1 / Stolz und Kränkung
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Warum mir als Porträtfotograf die KI nichts anhaben kann.
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So titelte ein Kollege, nennen wir ihn Max, in einem Instagram Posting. Seine These sinngemäß: Eine bildgebende KI könne nie jemanden echt, beziehungsweise der Wirklichkeit entsprechend zeigen. Nur er, also der Mensch hinter der Kamera könne der Person vor der Linse dieses innere Echtheitszertifikat ausstellen und ihm somit das echte Gefühl geben. Max sagt, ein KI Porträt kann das nicht, weil es nicht der Wirklichkeit entspricht. KI ist ihm somit keine Konkurrenz.
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Wirklichkeit und echtes Gefühl
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Nach meiner Meinung vermengt Max hier zwei Begriffe, die in vielerlei Hinsicht schwer zu vereinbaren sind. Lassen wir mal die Wirklichkeit beiseite und konzentrieren wir uns auf’s Gefühl. Das entwickelt sich allerdings nicht erst mit dem fertigen Porträt sondern bereits in dessen Entstehung. Mit dem Erlebnis.
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Wenn Max mich porträtiert, weiß ich später: „Ah, ja. Das war in Max Studio. Das hat Spaß gemacht. Wir haben uns super verstanden und hatten ein echt gutes Gespräch.“
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Spielstand aktuell — Max : KI, 1 : 0
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Konkurrenz und Koexistenz
In vielen Debatten über Künstliche Intelligenz findet man eine negative Haltung, die meiner Auffassung nach durch Angst vor Neuem oder gekränktem Stolz entsteht. Der Mensch als Krone der Schöpfung und seine Genialität bekommt ernsthafte Konkurrenz.
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Wir Porträtfotografinnen und -fotografen haben, so sehe ich das, hier noch einen kleinen Vorsprung. Gefühl, Empathie, Atmung, Persönlichkeit ...
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Mir geht es außerdem gar nicht so sehr um Konkurrenz. Die KI ist in Sachen Bildermachen in Teilen wie eine neue Kamera-Generation plus Assistenz für mich.
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Meine Sicht auf die Welt, das, was ich einer Abbildung für würdig erachte, wie ich in Bildern erzähle — all das bleibt meine unverwechselbare Handschrift. Vorerst.
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Der Endgegner
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Es gibt da noch diese eine große Hürde, die die Künstliche Intelligenz überwinden muss. Nein, ich bin's nicht! Wer oder was diese Hürde ist, verrate ich in Ausgabe 2, Anfang Oktober.
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Nur noch bis kommenden Sonntag
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A closer look. Am Thierschplatz 6 im Lehel, wo das Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern in München vorübergehend beheimatet ist, kann noch bis zum 7. September das Werk des berühmten New Yorker Street Photographers BRUCE GILDEN von Nahem besichtigt werden.
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Von Menschenhand
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Bis zum nächsten Mal
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Ausgabe 2, Oktober 2025 — Der Uncanny-Valley-Effekt
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In der nächsten Ausgabe wird es unter anderem darum gehen, warum uns Menschen Perfektion ab einem gewissen Grad irritiert, ja sogar alarmiert.
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Außerdem verrate ich, wie oben versprochen, den Endgegner.
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Wie ist deine Meinung zur KI? Schreib mir gerne oder ruf mich gerne an.
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